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Asien ist ein echter Hotspot für Tierarten – von den eisigen Höhen des Himalayas bis runter zu den dampfenden Regenwäldern Südostasiens. Der Kontinent ist riesig und steckt voller Lebensräume, in denen sich bekannte und ziemlich unbekannte Tiere tummeln, die die meisten wohl nie zu Gesicht bekommen.

Diese außergewöhnlichen asiatischen Tiere haben sich an extreme Bedingungen angepasst und entwickelten einzigartige Überlebensstrategien in ihren speziellen Lebensräumen. Von giftigen Primaten über riesige Echsen bis hin zu Schneeleoparden in großer Höhe zeigt jede Art bemerkenswerte Anpassungen an ihre Umgebung.

Viele dieser faszinierenden Tierarten sind jedoch bedroht oder bereits vom Aussterben gefährdet. Lebensraumverlust und menschliche Eingriffe setzen diese einzigartigen Geschöpfe unter enormen Druck, was den Schutz ihrer natürlichen Lebensräume umso wichtiger macht.

Wichtige Erkenntnisse

  • Asien bietet die größte Vielfalt an Lebensräumen und beherbergt viele einzigartige Tierarten, die nur auf diesem Kontinent vorkommen
  • Viele asiatische Tierarten sind durch Lebensraumverlust und menschliche Aktivitäten stark bedroht oder bereits vom Aussterben gefährdet
  • Schutzmaßnahmen und Nationalparks spielen eine entscheidende Rolle beim Erhalt der besonderen asiatischen Tierwelt
Tierart Lebensraum Besonderheiten & Anpassungen Gefährdungsstatus / Schutz
Asiatischer Elefant
(Elephas maximus)
Tropische Wälder Süd- und Südostasien, von Indien bis Indonesien Benötigt riesige Wandergebiete, frisst bis zu 150 kg Pflanzen täglich, stark sozial Bedroht durch Lebensraumverlust & Wilderei; Schutz in Nationalparks und Wanderkorridoren
Sumatra-Tiger
(Panthera tigris sumatrae)
Regenwälder der Insel Sumatra (Indonesien) Kleinste Tigerart; dunkle, enge Streifen; ausgezeichnete Tarnung im dichten Wald Stark gefährdet – nur noch ca. 400–500 Tiere; Anti-Wilderei-Patrouillen aktiv
Java-Nashorn
(Rhinoceros sondaicus)
Ujung-Kulon-Nationalpark, Java (Indonesien) Einzelgänger, nur ein Horn, frisst über 100 Pflanzenarten Kritisch gefährdet – nur 60–70 Tiere; streng bewacht und medizinisch betreut
Großer Panda
(Ailuropoda melanoleuca)
Bambuswälder der chinesischen Provinzen Sichuan, Shaanxi & Gansu Pseudo-Daumen zum Greifen von Bambus, frisst 12–16 h täglich, dichtes Fell gegen Kälte Schutzsymbol Chinas; erfolgreiche Zuchtprogramme & Wiederansiedlung
Schneeleopard
(Panthera uncia)
Hochgebirge Zentralasiens (Himalaya, Altai, Pamir) Dichtes Fell, große Pfoten wie Schneeschuhe, langer Schwanz zum Balancieren Gefährdet – ca. 4.000 Tiere; Schutz durch Ranger & internationale Projekte
Komodowaran
(Varanus komodoensis)
Indonesische Inseln Komodo, Rinca & Flores Bis 3 m lang, giftiger Biss, exzellenter Geruchssinn, Spitzenprädator Schutz im Komodo-Nationalpark; stabile Population durch Tourismus-Einnahmen
Nasenaffe
(Nasalis larvatus)
Mangroven- & Regenwälder Borneos Große Nase zur Partnerwerbung, guter Schwimmer, lebt in Gruppen Gefährdet durch Abholzung; geschützt im Bako-Nationalpark
Binturong
(Arctictis binturong)
Tropische Regenwälder Südostasiens Greifschwanz wie „fünfter Arm“, riecht nach Popcorn, nachtaktiv Gefährdet durch Waldrodung; Schutz in malaysischen Reservaten
Japanmakak
(Macaca fuscata)
Bergregionen Japans Badet in heißen Quellen, dichtes Winterfell, soziale Gruppenstruktur Stabile Population; Symbol für Anpassungsfähigkeit an Kälte
Gangesgavial
(Gavialis gangeticus)
Flüsse Indiens & Nepals Lange, schmale Schnauze mit über 100 Zähnen, Fischfresser Kritisch gefährdet – nur etwa 235 Tiere; Schutz durch Zuchtprogramme

Aktuelle Forschung & Neuigkeiten aus der Tierwelt Asiens

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler in Asien zahlreiche neue Tierarten entdeckt und wichtige Erkenntnisse über bedrohte Populationen gewonnen. So wurden allein in der Mekong-Region zwischen 2023 und 2024 über 230 neue Wirbeltier- und Pflanzenarten beschrieben – darunter seltene Amphibien und kleine Säugetiere, die zuvor unbekannt waren. (Quelle: WWF-Report 2024)

Aktuelle Studien zeigen zudem, wie sich der Klimawandel auf asiatische Tierarten auswirkt: Schneeleoparden verlieren durch steigende Temperaturen immer mehr Lebensraum, während veränderte Regenmuster die Nahrungsverfügbarkeit in tropischen Regenwäldern stark beeinflussen. Innovative Schutzinitiativen, etwa der Einsatz von Drohnen zur Überwachung von Wilderern oder genetische Zuchtprogramme für Java-Nashörner, tragen dazu bei, das Artensterben zu verlangsamen.

Diese neuesten Forschungsergebnisse und Schutzprojekte sind oft nur in Fachkreisen bekannt. Wir bringen sie für dich aufbereitet und verständlich – damit du die faszinierende, aber auch bedrohte Tierwelt Asiens besser verstehen kannst.

Seltene und gefährdete Tierarten Asiens

asiatischer Elefant
panda

Asien beherbergt einige der seltensten Tierarten der Welt, die durch menschliche Aktivitäten stark bedroht sind. Der Asiatische Elefant kämpft gegen Lebensraumverlust, während nur noch wenige hundert Sumatra-Tiger und Java-Nashörner in freier Wildbahn existieren.

Asiatischer Elefant und seine Herausforderungen

Der Asiatische Elefant (Elephas maximus) ist deutlich kleiner als sein afrikanischer Verwandter. Er wiegt zwischen 2.700 und 4.000 Kilogramm und erreicht eine Schulterhöhe von bis zu 2,75 Metern.

Hauptbedrohungen:

  • Lebensraumzerstörung durch Landwirtschaft
  • Wilderei wegen Elfenbein und anderen Körperteilen
  • Konflikte mit Menschen in Siedlungsgebieten
  • Nutzung für Tourismus und Arbeit

Heute leben nur noch etwa 40.000 bis 50.000 Asiatische Elefanten in freier Wildbahn. Sie bewohnen Wälder in 13 asiatischen Ländern von Indien bis Indonesien.

Die Tiere benötigen große Gebiete zum Wandern und Fressen. Ein Elefant frisst täglich bis zu 150 Kilogramm Pflanzenmaterial. Schutzprogramme arbeiten daran, Wanderkorridore zwischen Nationalparks zu schaffen.

Sumatra-Tiger: Merkmale und Bedrohungen

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste lebende Tigerart. Männchen wiegen 100 bis 140 Kilogramm, Weibchen 75 bis 110 Kilogramm. Seine dunklen Streifen stehen enger zusammen als bei anderen Tigern.

Diese Tiger leben ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra. Schätzungen zufolge existieren nur noch 400 bis 500 Tiere in freier Wildbahn. Sie bewohnen hauptsächlich Nationalparks und Schutzgebiete.

Bedrohungsfaktoren:

  • Illegale Jagd für traditionelle Medizin
  • Palmöl-Plantagen zerstören Regenwälder
  • Mensch-Tiger-Konflikte nehmen zu
  • Kleine, isolierte Populationen

Die Regierung Indonesiens hat strenge Schutzgesetze erlassen. Anti-Wilderei-Patrouillen überwachen die letzten Lebensräume rund um die Uhr.

Java-Nashorn: Lebensweise und Schutzmaßnahmen

Das Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus) gilt als eines der seltensten Säugetiere der Erde. Nur noch 60 bis 70 Tiere leben im Ujung Kulon Nationalpark auf Java, Indonesien.

Diese Nashörner wiegen bis zu 2.300 Kilogramm und haben nur ein Horn. Sie sind Einzelgänger und bevorzugen dichte Tropenwälder mit Wasserstellen. Ihre Nahrung besteht aus über 100 verschiedenen Pflanzenarten.

Das Java-Nashorn war früher in ganz Südostasien verbreitet. Wilderei für das begehrte Horn führte zum dramatischen Rückgang der Population.

Aktuelle Schutzmaßnahmen:

  • 24-Stunden-Überwachung durch Ranger
  • Entfernung invasiver Pflanzenarten
  • Medizinische Betreuung der Tiere
  • Forschung zur möglichen Umsiedlung

Wissenschaftler diskutieren die Gründung einer zweiten Population, um das Aussterberisiko zu verringern.

Geheime Tierbeobachtungs-Spots & wenig bekannte Arten

Abseits der bekannten Nationalparks und Touristenpfade verbergen sich in Asien wahre Schatzkammern der Biodiversität. Zum Beispiel im abgelegenen Dschungel Nordost-Indiens wurde vor kurzem eine kleine Population des seltenen Namdapha-Tigers entdeckt, eine der am wenigsten erforschten Tigerunterarten der Welt. Die Region ist nur schwer zugänglich, bietet aber einzigartige Beobachtungsmöglichkeiten für erfahrene Naturforscher.

Ein weiterer Geheimtipp ist die Insel Palawan auf den Philippinen, wo der scheue Palawan-Streifenhörnchen und der seltene Philippinen-Koboldmaki leben – Arten, die kaum außerhalb der Region dokumentiert sind. Für Tierfotografen und Biologen sind diese Orte perfekte Ziele, um außergewöhnliche Arten zu entdecken.

Wir geben dir exklusive Tipps zu solchen versteckten Lebensräumen, Anreisewegen und Verhaltensregeln, damit du diese seltenen Tiere respektvoll und nachhaltig beobachten kannst.

Asien Tierbeobachtung

Typische asiatische Lebensräume: Vielfältigkeit der Natur

Asien bietet drei besonders wichtige Lebensräume für seltene Tierarten. Die tropischen Regenwälder beherbergen die meisten Arten, während Bambuswälder spezialisierte Bewohner haben und die Hochgebirge einzigartige Überlebenskünstler schützen.

Tropische Regenwälder und ihr Artenreichtum

Die tropischen Regenwälder Südostasiens sind die artenreichsten Lebensräume der Welt. Sie erstrecken sich von Thailand über Malaysia bis nach Indonesien.

Diese Wälder haben mehrere Stockwerke. Jedes Stockwerk bietet anderen Tieren ein Zuhause. Nebelparder jagen in den mittleren Baumkronen.

Binturongs klettern geschickt zwischen den Ästen umher. Sie nutzen ihre Schwänze wie einen fünften Arm. Plumploris verstecken sich tagsüber in dichtem Blattwerk.

Der Boden des Regenwaldes ist dunkel und feucht. Hier leben Schabrackentapire, die größten Tapire der Welt. Sie wiegen bis zu 300 Kilogramm.

Nasenaffen bewohnen die Mangrovenwälder von Borneo. Ihre großen Nasen helfen männlichen Tieren bei der Partnerwerbung. Diese Affen schwimmen sogar zwischen den Bäumen.

Die hohe Luftfeuchtigkeit und warmen Temperaturen schaffen perfekte Bedingungen. Über 15.000 Pflanzenarten wachsen hier. Viele Tiere ernähren sich das ganze Jahr von Früchten und Blättern.

Bambuswälder und ihre Bewohner

Bambuswälder wachsen in weiten Teilen Asiens. Sie bieten spezialisierten Tieren wichtige Nahrung und Schutz. Diese Wälder regenerieren sich sehr schnell nach Schäden.

Große Pandas leben ausschließlich von Bambus. Sie fressen täglich 12 bis 38 Kilogramm Bambusblätter und -stängel. Ihre starken Kiefer können harte Bambusstangen zerbeißen.

Rote Pandas teilen sich denselben Lebensraum. Sie sind deutlich kleiner und klettern geschickter als ihre großen Verwandten. Beide Arten leben in den Bergwäldern Chinas.

Verschiedene Vogelarten nutzen Bambuswälder als Brutplatz. Die hohlen Bambusstämme bieten sichere Nistmöglichkeiten. Insekten leben zwischen den Blättern und dienen als Nahrung.

Bambus wächst bis zu einem Meter pro Tag. Diese schnelle Erneuerung macht die Wälder besonders wertvoll. Viele Gemeinden nutzen Bambus auch für den Hausbau und Werkzeuge.

Hochgebirge: Heimat einzigartiger Spezialisten

Die Hochgebirge Asiens beherbergen Tiere mit besonderen Anpassungen. Himalaya, Altai und andere Gebirgsketten bieten extreme Lebensbedingungen. Nur wenige Arten überleben hier dauerhaft.

Schneeleoparden sind die bekanntesten Bergbewohner. Sie leben in Höhen zwischen 3.000 und 5.000 Metern. Ihr dichtes Fell schützt vor Temperaturen bis minus 40 Grad.

Diese Raubkatzen haben große Pfoten, die wie Schneeschuhe wirken. Ihre langen Schwänze helfen beim Balancieren auf schmalen Felswänden. Nur etwa 4.000 Tiere leben noch in freier Wildbahn.

Kragenbären bewohnen niedrigere Berglagen. Sie haben ein charakteristisches helles V auf der Brust. Diese Bären klettern ausgezeichnet und bauen Nester in Bäumen.

Japanmakaken leben als nördlichste Affenart in den Bergen Japans. Sie baden in heißen Quellen, um sich zu wärmen. Ihr dickes Winterfell schützt vor Schnee und Eis.

Die dünne Luft und das knappe Nahrungsangebot machen das Überleben schwer. Viele Bergtiere wandern saisonal zwischen verschiedenen Höhen.

Ikonische Arten und ihre Lebensstrategien

  • Drei bemerkenswerte asiatische Arten haben einzigartige Strategien entwickelt, um in ihren speziellen Lebensräumen zu überleben. Der Panda nutzt seine körperlichen Anpassungen für die Bambusverdauung, der Schneeleopard meistert extreme Gebirgshöhen, und der Komodowaran dominiert als Spitzenprädator seine Inselwelt.

    Panda: Anpassung an den Lebensraum

    Der Große Panda hat sich perfekt an das Leben in chinesischen Bambuswäldern angepasst. Seine Pseudo-Daumen ermöglichen es ihm, Bambusstängel fest zu greifen und präzise zu brechen.

    Das Verdauungssystem des Pandas ist speziell für Bambus entwickelt. Er besitzt einen verlängerten Darm und starke Backenzähne zum Zerkleinern der harten Fasern.

    Pandas verbringen 12-16 Stunden täglich mit Fressen. Sie müssen große Mengen konsumieren, da Bambus wenig Nährstoffe enthält.

    Ihr dichtes Fell schützt vor Kälte in Höhen bis zu 4.000 Metern. Die schwarzen Ohren und Augenbereiche helfen bei der Kommunikation mit anderen Pandas.

    Die Art lebt territorial in Bambuswäldern der chinesischen Provinzen Sichuan, Shaanxi und Gansu.

    Schneeleopard: Überleben in extremen Höhen

    Der Schneeleopard hält sich in den höchsten Gebirgen Zentralasiens auf, irgendwo zwischen 3.000 und 5.500 Metern Höhe. Sein Fell ist so dicht – stellenweise fast absurd dicht, mit bis zu 4.000 Haaren pro Quadratzentimeter –, dass er der Kälte da oben ziemlich gelassen begegnet.

    Die großen Pfoten funktionieren wie eingebaute Schneeschuhe. Sie verteilen sein Gewicht auf weichem Schnee, was das Einsinken verhindert. Und dieser lange, dicke Schwanz? Der ist nicht nur zum Balancieren beim Klettern da, sondern auch als kuschelige Decke, wenn er sich zum Schlafen zusammenrollt.

    Schneeleoparden gehen meist auf Blauschafe und Steinböcke los. Mit Sprüngen von bis zu 15 Metern überraschen sie ihre Beute – schon ziemlich beeindruckend, oder?

    Die Art kommt erstaunlich gut mit dem wenigen Sauerstoff klar. Dank vergrößerter Nasenhöhlen wird die Luft vorgewärmt und er kann mehr Sauerstoff aufnehmen.

    Es gibt nur noch etwa 4.000 Schneeleoparden in freier Wildbahn. Das ist verdammt wenig.

    Komodowaran: Der König der Inselwelten

    Der Komodowaran regiert als größte Echse der Welt die Inseln Komodo, Rinca und Flores in Indonesien. Drei Meter lang, bis zu 135 Kilo schwer – das ist einfach eine Naturgewalt. Im Ökosystem ist er der Boss, keine Frage.

    Seine Jagdstrategie ist eine Mischung aus Warten und plötzlicher Explosion. Kurzzeitig schafft er bis zu 20 km/h und schnappt sich seine Beute, bevor die überhaupt weiß, wie ihr geschieht.

    Mit seinem giftigen Biss sorgt er dafür, dass das Blut nicht mehr gerinnt. Selbst große Tiere wie Hirsche und Wasserbüffel werden durch dieses Gift nach und nach geschwächt.

    Sein Geruchssinn ist irre: Komodowarane wittern Aas über Kilometer. Und sie hauen ordentlich rein – bis zu 80% ihres Körpergewichts in einer einzigen Mahlzeit.

    Sie legen ihre Eier in selbst gegrabene Höhlen und passen gut auf ihren Nachwuchs auf.

Einfluss des Menschen und Schutz asiatischer Tierarten

  • Asiatische Wildtiere haben es schwer: Menschen zerstören Lebensräume, verschmutzen Flüsse und Wälder. Gleichzeitig gibt’s aber auch Schutzprojekte und nachhaltigen Tourismus, die bedrohten Arten wie Tiger und Elefanten zumindest ein bisschen Hoffnung machen.

    Bedrohungen durch Lebensraumverlust

    Landwirtschaft frisst jeden Tag riesige Waldflächen in Asien. Wälder werden zu Reis- oder Palmölplantagen, und Tiger verlieren ihre Jagdgebiete – das ist eine ziemliche Sackgasse für die Tiere.

    Städte breiten sich rasant aus. Sie schneiden Elefanten die Wanderwege ab, sodass die Tiere oft nicht mehr zu ihren Futterplätzen kommen.

    Bergbau zerstört die Berghänge, in denen Schneeleoparden leben. Neue Straßen teilen die Gebiete, und die Katzen finden kaum noch Partner.

    Konflikte zwischen Menschen und Tieren nehmen zu. Elefanten plündern Felder, Bauern greifen dann zu drastischen Mitteln, um ihre Ernte zu schützen.

    Klimawandel bringt das Regenmuster durcheinander. Trockenzeiten werden länger, Wasserstellen versiegen – viele Tiere bleiben dabei auf der Strecke.

    Naturschutzprogramme in Asien

    Nationalparks sichern wichtige Lebensräume. Der Chitwan-Nationalpark in Nepal zum Beispiel hat die Bengal-Tiger vor dem Verschwinden bewahrt.

    Ranger sind Tag und Nacht unterwegs, um bedrohte Tiere zu schützen. Sie bekämpfen Wilderer und zählen die Bestände. In Indien sind es über 50.000 Ranger, die sich um Tierschutz kümmern.

    Zuchtprogramme retten Arten, die fast schon verloren waren:

    • Java-Nashörner in Indonesien
    • Schneeleoparden in der Mongolei
    • Große Pandas in China

    Lokale Gemeinden werden mit einbezogen. In Nepal etwa gibt es Lion Guardians – Dorfbewohner, die Löwen beschützen statt sie zu jagen.

    Chili-Bomben sind eine ziemlich clevere Idee: Der scharfe Geruch hält Elefanten von Feldern fern, ohne sie zu verletzen.

    Reisen und verantwortungsvolles Beobachten von Wildtieren

    Seriöse Anbieter halten ordentlich Abstand zu wilden Tieren. Keine Köder, kein Krach. Anfassen oder Füttern ist tabu – logisch eigentlich.

    Kleine Gruppen (maximal 10 Leute) stören die Tiere weit weniger. Sie bewegen sich leiser, was besonders für schüchterne Arten wie Orang-Utans wichtig ist.

    Beste Besuchszeiten sind früh morgens oder abends. Dann sind die meisten Tiere unterwegs. Mittags verstecken sie sich meist im Schatten.

    Lokale Guides kennen die Tiere und ihr Verhalten aus dem Effeff. Sie finden Tiger-Spuren, hören Elefantenrufe – ihr Wissen ist Gold wert, für alle Beteiligten.

    Eintrittsgelder fließen direkt in den Schutz der Parks. Ein Teil davon landet auch bei den umliegenden Dörfern – so lohnt sich das Leben mit Wildtieren mehr als deren Jagd.

Nachhaltiger Wildlife-Tourismus-Guide

Verantwortungsvolles Reisen ist der Schlüssel zum Schutz Asiens einzigartiger Tierwelt. Hier einige Empfehlungen, wie du als Reisender einen positiven Beitrag leisten kannst:

  • Wähle zertifizierte Anbieter: Achte auf Öko-Labels und Zertifikate wie „Rainforest Alliance“ oder „Green Globe“, die nachhaltige Tourismuspraktiken garantieren.
  • Kleine Gruppen bevorzugen: Touren mit maximal 8–10 Teilnehmern minimieren Stress für die Tiere und die Natur.
  • Respektiere die Tiere: Halte Abstand, vermeide laute Geräusche und füttere keine Wildtiere – so schützt du ihr natürliches Verhalten.
  • Unterstütze lokale Gemeinschaften: Buche Führungen bei einheimischen Guides und kaufe regionale Produkte, um die wirtschaftliche Basis vor Ort zu stärken.
  • Vermeide Plastikmüll: Bringe wiederverwendbare Trinkflaschen und Taschen mit, um die Umwelt sauber zu halten.
  • Informiere dich vorher: Lerne über die Lebensräume und Verhaltensweisen der Tiere, um respektvoll und sicher zu beobachten.

Beispielsweise arbeiten in Nepal die „Lion Guardians“ eng mit Dorfbewohnern zusammen, um Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren zu reduzieren. Solche Projekte kannst du durch deine Reise unterstützen.

Nachhaltiger Wildlife-Tourismus ist nicht nur ein Erlebnis für dich, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der faszinierenden Tierwelt Asiens.

Häufig gestellte Fragen zu Tierarten in Asien

Viele Leute haben Fragen zu Asiens besonderen Tierarten und ihren Lebensräumen. Die meisten wollen wissen, welche Arten es wo gibt und was sie bedroht.

Welche einzigartigen Tierarten gibt es in den verschiedenen asiatischen Habitaten?

In den tropischen Regenwäldern leben Binturongs und Nebelparder. Der Binturong sieht ein bisschen aus wie eine Mischung aus Bär und Katze. Nebelparder sind extrem scheue Wildkatzen mit wirklich schönen Mustern.

Die Berge sind Heimat von Schneeleoparden und Japanmakaken. Schneeleoparden kommen nur in den hohen Himalaya-Regionen vor. Japanmakaken baden in heißen Quellen, wenn’s draußen friert – ziemlich clever eigentlich.

In Flüssen und Sümpfen gibt’s Gangesgaviale und Chinesische Weichschildkröten. Das Gangesgavial hat 110 Zähne in seiner langen, schmalen Schnauze. Die Weichschildkröte ist eine schnelle Schwimmerin.

Auf Inseln findet man Arten wie Komodowarane und Nasenaffen. Komodowarane sind, wie gesagt, die größten Echsen überhaupt. Nasenaffen mit ihren riesigen Nasen gibt’s nur auf Borneo.

Schneeleoparden verlieren durch steigende Temperaturen immer mehr Lebensraum. Wärmere Zonen drängen in die Berge und machen das Gebiet für Schneeleoparden immer kleiner.

Regenwald-Tiere kämpfen mit veränderten Regenzeiten. Weniger Regen heißt weniger Futter für Tiere wie Schabrackentapire. Mehr Stürme reißen Bäume um, in denen Binturongs leben.

Auch Meerestiere kriegen die Folgen zu spüren. Wärmere Gewässer verändern das Futterangebot für Fische – das betrifft wiederum Tiere wie Gangesgaviale, die auf Fisch angewiesen sind.

Lebensraumverlust ist das Hauptproblem. Wälder werden für Landwirtschaft und Städte abgeholzt – Tiere wie Nebelparder und Schabrackentapire verlieren dadurch ihren Lebensraum.

Wilderei bleibt ein riesiges Thema. Pangoline sind die meistgewilderten Säugetiere der Welt; ihre Schuppen sind leider sehr begehrt.

Konflikte zwischen Menschen und Tieren nehmen zu. Schneeleoparden reißen Vieh, Bauern greifen dann zu drastischen Maßnahmen, um ihre Tiere zu schützen.

Umweltverschmutzung setzt vielen Lebensräumen zu. Verschmutzte Flüsse machen Gangesgavialen das Überleben schwer. Es gibt nur noch etwa 235 dieser Tiere in freier Wildbahn.

Nationalparks sichern wichtige Lebensräume. Der Komodo-Nationalpark schützt Komodowarane, der Bako-Nationalpark kümmert sich um Nasenaffen auf Borneo.

Zuchtprogramme geben bedrohten Arten eine zweite Chance: Tiere werden in Sicherheit gezüchtet und später wieder ausgewildert.

Gesetze verbieten die Jagd auf geschützte Arten. Viele Länder verhängen harte Strafen gegen Wilderer – das soll Tiere wie Pangoline und Schneeleoparden retten.

Bildungsprogramme bringen den Menschen näher, warum Tierschutz wichtig ist. Das hilft, Konflikte zu entschärfen.

Regenwälder sind das ganze Jahr über warm und feucht. Es gibt reichlich Futter für Tiere wie Binturongs und Plumploris. Wintervorbereitungen? Nicht nötig.

In den Hochgebirgen sieht’s anders aus: Kalte Winter, kurze Sommer. Schneeleoparden brauchen ihr dickes Fell, Japanmakaken wärmen sich in heißen Quellen auf.

Im Regenwald sind viele Tiere Baumbewohner. Nebelparder und Plumploris sind echte Kletterkünstler und finden Schutz in den Ästen.

In den Bergen leben die meisten Tiere eher am Boden oder in Höhlen. Schneeleoparden jagen auf felsigem Untergrund und brauchen kräftige Beine für ihre Sprünge.

Große Raubtiere wie Schneeleoparden und Nebelparder sorgen dafür, dass andere Tierpopulationen nicht aus dem Ruder laufen. Sie jagen vor allem schwache oder kranke Tiere, was irgendwie auch ein bisschen brutal wirkt, aber es hält die Beutetiere tatsächlich gesünder.

Pflanzenfresser wie Schabrackentapire sind ziemlich wichtig für die Verbreitung von Samen. Sie futtern Früchte und tragen die Samen dann an ganz andere Orte, wo später neue Pflanzen wachsen können. Ohne solche Tiere würde vieles einfach nicht sprießen.

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